Woche 6: anders unterwegs sein

Eine Woche Zeit...

... zum anders unterwegs sein

Vielen scheint das Auto unersetzlich zu sein: Für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, für den Gottesdienst - oder Konzertbesuch, die „Taxi Dienste“ für Kinder, für Freizeit und Reisen. Diese Woche treten wir dieser Haltung entschieden entgegen und probieren Alternativen aus. Das ist aktiver Klimaschutz und tut auch der Gesundheit gut. Probieren wir es aus!

Foto: macau-photo-agency/unsplash

Für Kinder

Klimafasten mit Hallo Benjamin!

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In dieser Woche...

  • gehe ich täglich einen Weg zu Fuß.
  • höre ich mir den Podcast „STADTRADELN“ an, bei dem man alles rund um die Aktion erfährt. stadtradeln.de
  • unternehme ich eine Fahrradtour und entdecke Orte, die ich mit dem Auto nicht zu Gesicht bekommen würde.
  • übe ich Bus- und Bahnfahren mit meinen Kindern und befasse ich mich mit Apps oder Webseiten, die mir stets die schnellste Verbindung sowie Verspätungen anzeigen, z. B. mit der App der Deutschen Bahn.
  • bilde ich Fahrgemeinschaften, z.B. mit Arbeitskolleg*innen oder mit Nachbar*innen für den Wocheneinkauf.
  • initiiere ich eine Mitfahr-Bank in meinem Ort. Wie das gelingen kann, beschreibt das Handbuch des Netzwerks mobilitaeterInnen.org
  • verzichte ich endgültig auf eine Flugreise im Sommerurlaub. 

„Wenn Du Dich schlecht fühlst, wenn Dir der Tag dunkel erscheint, wenn Deine Arbeit monoton ist, wenn Du kaum mehr Hoffnung hast, setz’ Dich einfach auf Dein Fahrrad und fahr’ los, ohne unterwegs an etwas anderes zu denken, als an das Radfahren selbst.“ 

Jean Guéhenno

Mobilität & Wasser

Neben den Folgen für das Klima, verschärft der Tourismus in vielen Regionen den Wasserstress. Denn Urlaubsreisen finden sehr häufig in sonnige und trockene Regionen statt. Schattenspendende Grünanlagen, weitläufige Golfplätze und kühlende Pools benötigen viel Wasser. Es gibt Schätzungen, dass ca. 6575 Liter Wasser pro Reisenden und Tag verbraucht wird.

Auf der indonesischen Insel Bali werden (in Nicht-Corona-Zeiten) 65 Prozent des vorhandenen Wassers im Tourismus verbraucht. Da der Wasserdruck der öffentlichen Leitungen oft gering ist, besitzen die meisten Hotels eigene Brunnen. Die Brunnen werden immer tiefer gebohrt, so dass der Wasserspiegel zunehmend fällt und Salzwasser das vorhandene Grundwasser verunreinigt.

Tourismus vergrößert Wasserknappheit